Audismus
- Nicole Stöbener
- 1. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Sept. 2025
Audismus ist:
Viele Menschen denken:
Hören ist besser und normal.
Und Taub·sein ist schlecht.
Dann behandeln hörende Menschen
taube oder schwerhörige Menschen schlecht.
Audismus heißt auch:
Menschen denken schlecht über die Sprache von tauben Menschen.
Die Sprache von tauben Menschen heißt: Gebärden·sprache.
Manche Menschen denken:
Die Gebärden·sprache ist weniger wert als die Laut·sprache.
Aber das stimmt nicht.
Gebärden·sprache ist eine richtige Sprache.
Gebärden·sprache ist genauso gut wie Laut·sprache.
Wie zeigt sich Audismus?
Hörende Menschen haben oft Vorteile.
Das heißt: Hörende Menschen haben es oft leichter.
Zum Beispiel:
Hörende Menschen finden leichter eine Arbeit.
Denn mancher Chef will keine tauben Mitarbeiter.
Der Chef denkt:
Taube Menschen können nicht so gut arbeiten.
Und mit tauben Menschen kann ich nicht gut sprechen.
Dann brauche ich einen Übersetzer.
Aber ein Übersetzer kostet Geld.
Deshalb will ich nur hörende Mitarbeiter.
Oder zum Beispiel:
Hörende Menschen können leichter zu einem Vortrag gehen.
Fast alle Vorträge sind in Laut·sprache.
Viele Veranstalter haben keine Gebärdensprach·dolmetscher.
Die Veranstalter sagen:
Vielleicht kommt sowieso keine taube Person.
Und ein Dolmetscher kostet Geld.
Aber ohne Dolmetscher können taube Menschen den Vortrag
nicht verstehen.
Das ist nicht gerecht.
Das ist Audismus.
Oder Diskriminierung.
Denn alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Und alle Menschen sollen überall mitmachen können.
Merke:
Manche taube Menschen können trotzdem hören.
Diese tauben Menschen haben ein Cochea Implantat im Kopf.
Ein Cochea Implantat ist ein Hör·gerät.
Mit dem Gerät können taube Menschen hören.

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